«Hyperion – Higher States Part 2»

Kiriakos Hadjiioannou © BAK/Gregory Batardon
Kiriakos Hadjiioannou © BAK/Gregory Batardon
Kiriakos Hadjiioannou © BAK/Gregory Batardon

«Hyperion – Higher States Part 2» Antibodies/Kiriakos Hadjiioannou

June Johnson Dance Prize 2017

 

 

«Hyperion» ist nach «Mysterion» (2016) der zweite Teil der Reihe «Higher States» der Compagnie Antibodies zum Thema verändertes Bewusstsein. Das Stück, das  im November 2017 im Mousonturm in Frankfurt uraufgeführt wird, kreiert Kiriakos Hadjiioannou zusammen mit Fabrice Mazliah. Neben den beiden wirken Tamara Bacci und Nancy Stamatopoulou in dieser minimalistisch angelegten Tanzmusikperformance. In engem Austausch und begleitet vom Ensemble Modern setzt sich «Hyperion» vor dem Hintergrund des gleichnamigen Briefromans von Friedrich Hölderlin aus dem Jahr 1799 mit menschlicher Kommunikation und der Verbindung zu anderen auseinander. Grundlage des Bühnenstücks ist vor allem der Briefwechsel zwischen Hyperion und Diotima: ein Versuch sich über einen Abstand hinweg verständlich zu machen und eigene Gefühle über den Code der Sprache zum Ausdruck zu bringen. Sie verständigen sich in einer erfundenen Sprache, mittels eines Codes, der phonetische und gestische Zeichen vereint. Die Performance folgt einer inneren Logik und es obliegt dem Publikum sich in dieser Kommunikationssituation zurechtzufinden. Zwei weitere Stücke sind in der Serie «Higher States» noch geplant: «Erotikon» 2018 und «Pharmakon» 2019.

 

Kiriakos Hadjiioannou, 1979 in Griechenland geboren, studierte Tanz an der Staatlichen Tanzschule Athen und danach Angewandte Theaterwissenschaft mit Schwerpunkt Choreographie und Performance in Giessen und lebt heute in Basel. Ihn interessiert es aktuelle Entwicklungen in den bildenden, darstellenden und performativen Künsten zu erforschen: Fragen der Kommunikation, spezifische Produktions-Netzwerke und Entwicklungen in soziokulturellen Aktivitäten. Zum Kernteam von Antibodies gehören Produktionsassistentin Katerina Drakopoulou und Dramaturg Bernhard Sieber.

Beate Engel, Stanley Thomas Johnson Stiftung:

«Minimale präzise Bewegungsabläufe, Mut zur Langsamkeit und eine betörende Verquickung von Tanz, Musik und opulenten Kostümen zeichneten das erste Werk ‚Mysterion‛ aus der Trilogie ‚Higher States‛ der Compagnie Antibodies aus. Auch im zweiten neuen Stück ‚Hyperion‛ geht es um Spiritualität und Kommunikation. Hadjiioannou führt das Publikum durch griechische Landschaften von der romantisierten griechischen Antike bis zur aktuellen Wirtschaftskrise. Dabei erfindet er eigene performative Sprachen und zeigt, wie Körper über sich selbst hinauswachsen können: eine hohe Kunst.»